Ein Signal geht von Dortmund aus. Nicht nur zum Auftakt der Fußballliga-Rückrunde, und auch nicht nur auf dem Weg zur Handballweltmeisterschaft. Denn während in den Dortmunder Sportstätten am Wochenende gekämpft und gerungen wurde, gab es in der Bürgerhalle des Rathauses eine deutschlandweit beachtete Veranstaltung mit Signalcharakter: „Liebe bewegt … und verändert die Welt“.
In einer Gesellschaft, in der jeder nur auf sein eigenes Recht pocht und jeder nur den eigenen Vorteil und den eigenen Nutzen sucht, mag es zwar vordergründig Gewinner geben, doch am Ende verlieren alle.
Was wäre unsere Gesellschaft ohne all die Vielen, die sich für das Gemeinwohl, für ein gelingendes Miteinander einsetzen: in Gesellschaft und Politik, im familiären wie im betrieblichen Umfeld, im sozialen und kirchlichen Bereich! Wie arm und kalt wäre unsere Welt ohne diejenigen, die nicht nur das eigene Wohl im Blick haben, sondern auch das der anderen, besonders der Armen und Schwachen!
Gerechtigkeit lebt von der Liebe, und die Liebe inspiriert dazu, sich für die Gerechtigkeit einzusetzen. Diese Liebe hat ihre Wurzel und Quelle letztlich in Gott. Denn bevor wir überhaupt anfangen zu lieben, sind wir bereits von Gott geliebt und von ihm befähigt und ermutigt, seine Liebe mitzutragen, „denn Gott ist Liebe“. Dass dies nicht nur Wunschdenken ist, haben Mitwirkende aus allen Teilen der Welt exemplarisch deutlich gemacht:
- ein deutscher Franziskaner, der Tausenden Abhängigen weltweit zu einem Leben ohne Drogen verholfen hat, von Brasilien bis Russland, auch in Deutschland
- eine Kirchengemeinde in Köln, die von die in einem sozialen Brennpunkt eine neue Kultur des Miteinander etabliert und einen ganzen Stadtteil zum Blühen bringt
- Deutsche aus Russland, die ihre doppelte Heimatlosigkeit dazu nutzen, um als „Brückenmenschen“ zwischen Kulturen zu vermitteln und sich in den Dienst der Verständigung zu stellen.
„Liebe bewegt … und verändert die Welt“: Ein Signal, das von Dortmund ausgeht. Es wäre schön, wenn viele sich davon erfassen und dazu bewegen ließen, unserer Welt ein neues Gesicht zu verleihen. Die Menschen warten darauf.